Freitag 29. Juli 2022 – Meinen gestrigen Geburtstag haben wir ganz gemütlich verbracht. An dieser Stelle ganz lieben Dank an alle Gratulant:innen! Ob Textnachricht, Videobotschaft, gesungenes Ständchen oder Sprachnachrichten, ob auf Deutsch, Englisch oder Albanisch, ich habe mich über jede einzelne Nachricht gefreut!
Morgens habe ich erst einmal den Platz verlängert. Wir haben uns dazu entschieden, bis zum 31. August hier zu verweilen. Danach gehts noch acht Tage durch Albanien, bevor wir dann mit der Fähre nach Italien übersiedeln und die Heimreise antreten. Den Weg kennen wir ja nun schon, nach unseren vielen Italien-Trips der letzten Jahre.
Während ich so in der Rezeption stehe, um den Aufenthalt zu verlängern, höre ich draußen:
„All in my, in my head,
All in my, in my lucid dreams
Take my pain away
Ela Ela, Ela Ela…“
Der findige ESC-Experte unter euch wird erkennen, dass es sich hierbei um den Zypriotischen Eurovision-Beitrag aus 2022 handelt (Grüße gehen raus an Marc-Bernhard und Svea, die vermutlich als Einzige erkannten, woher die Textzeile stammt). Ich als Eurovisionär habe natürlich direkt meine Lauscherchen gespitzt und gesehen, dass der Rezeptionist draußen im Sitz-Tanz mitgesungen hat. Die Schwuppe und der ESC, einfach immer ein „Perfect Match“!
Nach dem mittäglichen „Frühstück“ habe ich dann mein „Aua, meine Wunde tut so weh, ich will aber nicht ins Krankenhaus, weine stattdessen lieber leise vor mich hin“-Fußbad gemacht. Auf Jürgens Rat und Wunsch hin spüle ich so täglich meine Wunde aus, damit Jürgen mir diese im Anschluss verarzten kann während ich leise vor mich hin wimmere. Ok, ganz so schlimm ist es nicht, aber fast! 😊
Obwohl der Platz echt richtig schön ist, wird man draußen massiv von Insekten attackiert. Könnten ja hier mal gefälligst ordentlich Insektizide versprühen, damit hier Ruhe ist. Aber im Ernst, kaum sitzt man draußen befallen einen sogenannte „Wadenstecher“. Kleine Fliegen, die wie „unsere“ Stubenfliegen aussehen, aber richtig zubeißen. Nervige Biester! Hinzu kommen unzählige andere, weniger stechende, aber nicht minder nervige Flug-und Krabbelviecher.
Viel mehr ist gestern dann auch nicht passiert. Ebenso Ereignislos war der heutige Tag, an dem wir einen leckeren Gurken-Zucchini-Salat gemacht haben (Danke an Brigitte für das Rezept) und den Platzwarten dabei zugesehen haben, wie sie recht rabiat zuerst alle (halbwegs) freien Flächen gewässert und dann gemäht haben. Zum Glück hatten wir vorsichtshalber die gerade frisch gewaschene Wäsche in Sicherheit gebracht, sonst hätten wir diese morgen nochmal waschen können. Heute Vormittag haben Mainzer und Potsdamer den Platz verlassen (die Welt ist echt ein Dorf) und dennoch sind wir umzingelt von Deutschen. Neben uns, hinter uns, überall.
Jürgen verbringt gerade, aber vermutlich auch noch einen großen Teil des morgigen Tages damit, die restliche Route durch Albanien abzustecken. Ob wir dann auch wieder durch so „heiße“ Orte wie „Hot“ fahren, nur um dann beim Kastraten zu landen (siehe Bilder). Wir werdens sehen!
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