Da das Wetter weiter wild blieb, im wahrsten Sinne des Wortes, erhielten wir durch einen Mitarbeiter des Platzes ein Schreiben, das uns über eine Untwetterwarnung infromierte. Man können problemlos den Platz für die betroffenen Tage wechseln, um möglichen Schäden durch den Sturm zu entgehen. Hierfür solle man sich lediglich bei der Rezeption melden. Klingt einfach, wars aber nicht!

Wir riefen also bei der Rezeption an und baten um einen neuen, sichereren Platz. Man sagte uns, dass wir uns einen aussuchen sollen und dann nochmal anrufen müssten, damit der Mitarbeiter prüfen kann, ob der Platz frei sei.

Ich erklärte, dass das doch recht kompliziert sei, weil der Platz ja mehrere hunderte Stellplätze hat und ich ja nicht stundenlang durch den Regen laufen möchte, um Plätze zu überprüfen. Wir wollten ja schließlich nur für eine Nacht den Platz wechseln, da für Donnerstag (23. Oktober) nunmal eine Sturmwarnung vorlag. Man erwiderte, dass er ja nicht jetzt jeden Platz durchgehen könne.

Wie jetzt? Der Mitarbeiter am PC kann nicht jeden Platz prüfen, aber der Kunde soll zu Fuß im Regen und Sturm alle Plätze ablaufen und dann immer wieder anrufen? Nach langem Hin und Her nannte uns der genervte Mitarbeiter einen Platz. Hier sei vielleicht erwähnt, dass bei unserer Ankunft vier Mitarbeiter (d, m, w) in der Rezeption saßen und Däumchen drehten.

Wir standen donnerstags also früh auf, um alls fahrtauglich zusammenzuräumen. Dabei krabbelte ich übers Bett und hörte ein „Knack“ – „Mh, was war dass denn jetzt?“. Wer wissen will, was da unter der Decke lag und meinem Federgewicht nicht stand hielt, findet die Auflösung in der Galerie.

Wir parkten also um und erfreuten uns darüber, dass der schlechtere Platz einen Wasseranschluss hatte. Am Morgen nach dem Unwetter füllten wir also den Wassertank auf uns parkten aus. Weit und breit war alles frei, also stieg ich nicht aus, um die Lage zu checken. Juergen merkte einen kleinen Widerstand beim Ausparken, was aber bei den vielen Schlaglöchern und Hubbeln im Boden nicht unüblich war. Also nochmal vor und mit Schwung zurück über den Hubbel. Oh, war gar kein Hubbel… Blöd!

Auf dem Platz gegenüber stand ein umgebauter Transporter aus Brikenfeld, der seine Heckklappe offen hatte. Diese ragte weit in die Straße hinein, eine Markierung zur besseren Erkennung hatte die Klappe nicht. Die Besitzer (d, m, w) waren nicht in der Nähe. Das Rasulat unserer schwungvollen Akton waren zwei Löcher in unserem Womo. Aber eigentlich ganz witzig, dass Juergen nochmal mit Schwung dagegen gedonnert ist. So haben wir den Idioten wengistens die Heckklappe völlig verbogen. Vorher hätten nur wir den Schaden gehabt. Eigentlich hätten wir die Polizei rufen müssen, aber nach so vielen ärgerlichen und unschönen Erlebnissen, hatten wir einfach keine Lust mehr. Wir fuhren zurück auf unseren Platz und ich fing an zu klettern. Erst die Leiter hoch und gucken, wie schlimm die Lage ist. Dann mit Panzertape das erste Loch verkleben. Leider waren meine Arme zu kurz, für das zweite Leck im Heck. Da die Bierkiste, auf die ich kletterte, nicht groß genug war, musste die Kühltruhe herhalten. Zum Glück ist diese für dicke Nicos ausgelegt. Ich also auf die Truhe und alles verklebt und abgedichtet

Da wir gerade so im Reparaturmodus waren, habe wir noch die immer dunkler werdende Lampe im Bad gewechselt und dann zur Abwechselung und aus Frust nochmal den einzigen Lichtblick des Platzes bemüht: Pizza und Veggi-Burger