Trommelwirbel: Wir haben bereits am Donnerstag, 18. Dezember 2025 das Womo in der Werkstatt abholen können, um es zu packen und am Freitag, 19. Dezember planmäßig zu starten. Ich hoffe, ihr seid stolz auf uns, dass wir das tatsächlich mal geschafft haben.
Gegen 12 gings also los in Richtung Potsdam, wo wir noch fix tanken mussten. Leider gerieten wir recht fix in einen fetten Stau und bekamen die Meldung, dass die A9 gesperrt sei. Eine Recherche ergab, dass die Sperrung am Freitag aufgehoben werden sollte, also sind wir erst mal weitergefahren. Und wir hatten Glück, bis wir an der gesperrten Stelle waren, war sie zumindest wieder frei, obgleich der Verkehr weiterhin katastrophal blieb. Daher sind wir dann abgefahren, um einen Stellplatz mit Strom (wir haben uns noch immer nicht um unser Batterieladeproblem gekümmert) anzufahren. Unsere Wahl fiel auf Leupoldsgrün. Ein kostenloser kleiner Platz, der lediglich den Stromverbrauch berechnet. Dort angekommen bauten wir das Nötigste kurz auf und stellten erneut ein Geräusch in der Küche fest, das wir bereits bei einem Zwischenstopp zuvor hörten. Es stellte sich heraus, dass unser Mädchen Probleme mit dem Wasserlassen hat, denn die Leitungen zum Wasserhahn tropften. Unser Womo ist inkontinent. Das wiederum hat zur Folge, dass wir im gesamten Womo das Wasser abstellen mussten. Zum Glück hatten wir schon einen Wasserhahn besorgt, da der alte sehr wackelig ist, aber wo haben wir den verstaut? Schließlich liegt er nicht erst seit gestern hier rum. Aber ein Haus, äh Womo verliert nix! Wir werden ihn schon noch wieder finden. Heute heißt es aber: Alles trockenlegen, dann was futtern und dann pennen und weiterfahren. Bei der Suche nach einem Geschäft in der Nähe, haben wir den „Onkel Emil„, einen Selbstbedienungsladen, entdeckt. Ein grandioses Konzept. Der Laden hat rund um die Uhr offen, da man am Eingang seine EC oder Kreditkarte an ein Lesegerät hält, dann öffnet sich die Tür. Man kann dort einfach alles kaufen. Obst, Gemüse, Schokolade, Brot, Wein, alles. An der Kasse scannt man selbst alle Produkte, zahlt mit der EC-/Kreditkarte und freut sich über hippe Einkaufskultur auf dem platten Land.
Nach dem Abendbrot gings ab ins Bett, da wir am nächsten Morgen sehr früh starten wollten, um möglichst lange im Hellen fahren zu können und um Ljubljana zu erreichen, wo wir bereits im Vorfeld einen Platz gebucht hatten. Den Platz an einem kleinen Restaurant kennen wir noch vom letzten Jahr.
Also am Samstag 20.12. früh aufgestanden und noch vor Sonnenaufgang gestartet. Nochmal fix tanken und vor allem bei Lidl nochmal Wasser kaufen, schließlich müssen wir jetzt mit Wasserflaschen arbeiten, solange der Hahn nicht gewechselt ist. Auch hat der Wasserschaden unseren Küchenrollenvorrat dezimiert.
Im Lidl wollte ich dann noch Chips und Kekse kaufen, aber ich kenne mich in Discountern nicht so gut aus, also rannte ich die Gänge ab, bis ich hörte, wie eine Mutter zu ihrem kleinen Knirps sagte: „Wir brauchen noch Kekse!“ – Der Kleine rannte fix los, weil er genau wusste, wo sie sind. Ich also hinterher. Dort angekommen sagte die Mutter „Jetzt noch Chips!“ und zack, der Junge war schon wieder am Rennen, um seine Mutter und letztendlich auch mich zu den Chips zu führen.
So gings fix und wir konnten wieder zurück zur Autobahn, die ab München erneut zum Desaster wurde. Ein Stau folgte dem Nächsten. In Österreich konnten wir zum Glück an den Mautstellen schnell durchfahren, da Juergen im Vorfeld unser Kennzeichen registrieren ließ, damit wir via Kennzeichenerkennung im Nachgang zahlen können, statt an jeder Stelle anhalten zu müssen.
Auf dem Weg stellten wir dann noch fest, dass der Kühlschrank während der Fahrt nicht kühlte. Vermutlich, weil die Batterien zu schwach waren. Das oben erwähnte Problem, das wir noch angehen müssen.
Mit Gas und Kabel klappt es problemlos. Dumm nur, dass das Eis im Froster so geschmolzen ist und der vorbereitet Eintopf, den wir einfrieren wollten, nicht durchgefroren ist.
Wir so: Wasser, Kühlschrank, Stau, was soll noch kommen? Österreich so: Wie wärs mit Nebel?
Das war dann doch zu viel, also haben wir in Österreich außerplanmäßig angehalten. Es wäre zwar nur noch eine Stunde bis Ljubljana gewesen, aber wir wissen, dass der Platz schwer zu finden war, enge Gassen und schmale Brücken, das im Dunkeln muss nicht sein, außerdem war die Nebelwand so heftig, dass wir froh waren, als wir auf dem Stellplatz im Ösiland angekommen waren. Der Platz war ganz ok, auch mit Selbstbedienung, wie beim Onkel Emil. Aber recht teuer für nüschte. Mit Strom haben wir 22 Euro gezahlt, wobei der Strom nach Verbrauch berechnet wurde. Wasser, Ver- und Entsorgung gibts dort nicht.
Aber egal, für einen Notfallnacht wars ok. Und zum Schluss noch eine erfreuliche Nachricht: Nach feuchter Küche und warmen Kühlschrank hat es zumindest geklappt den Router, den wir am Balaton im Sommer schrotteten, wieder in Gang zu bringen. Im Vorfeld haben wir ihn einem Spezialisten gesendet der nach eigenen Angaben zuversichtlich war, dass er das hinbekäme. Nun konnten wir ihn installieren und ausprobieren und siehe da, er funktioniert wieder tadellos!
Also wirklich: Es gibt keine Reise ohne, dass das Wohnmobil Probleme hat.
Ihr müsst das nächste Mal unbedingt zur Vorsorgeuntersuchung .
Weiterhin viiiiieeeellll Spaß
Wir bewundern eure Leidenschaft für Abenteuer und Reparaturen. Wieso sind Franken innovativer, als Berliner? Onkel Emil wäre auch für uns eine Bereicherung. Wäre jedoch nach der 3ten N8 ZERSTÖRT