Heute Morgen haben wir recht früh den Platz im Landesinneren verlassen, um gegen zehn Uhr über einen Basar zu schlendern. Da wir kürzlich feststellen mussten, dass unser Wasserkessel undicht ist und wir schon befürchteten, keinen Kaffee mehr kochen zu können, wollten wir den Basar nach einem Kessel absuchen.
Das erste was wir dann auch sahen war ein Stand mit Haushaltsartikeln. Töpfen, Pfannen und tatsächlich auch Kesseln. Ein voller Erfolg in kürzester Zeit. Dennoch haben wir natürlich den gesamten Basar erkundet. Einfach spannend, über solche Märkte zu spazieren. Auch fanden wir hier erstmals einen frischen Kopfsalat, der nicht bereits gewaschen und kleingeschnitten in Plastiktüten verweilt. Wir kauften einiges und verständigten uns mit Händen und Füßen. Da scheinbar ausschließlich Einheimische diesen Markt besuchen, sprach absolut niemand dort etwas Anderes außer Albanisch. Gewogen wurden alle Produkte noch mit einer altertümlichen Waage und Gewichten. Das letzte Mal, dass ich eine solche Waage im Einsatz gesehen habe, war in der Grundschule im Matheunterricht.
Nach dem ereignisreichen Start in den Tag, gings nicht minder aufregend weiter. So bewunderten wir auf einem süßen, kleinen Marktplatz in Dimal ganz großartig verzierte Häuser. Wirklich faszinierend, wie man simple Häuser zu Kunstwerken verwandeln kann.
Danach gings weiter durch Täler und Berge. Wir genossen die wunderschöne Landschaft, die sich gefühlt alle paar Kilometer komplett änderte. Berge und alles vertrocknet, Seen und alles grün, Städte, Flüsse, Trubel, Einöde und all das auf so kurzer Strecke.
Das Ziel war das Ionische Meer. Wir haben uns dafür entschieden heute wild zu Campen und stehen am Strand von Borsh, mit einem wunderschönen Blick aufs Meer und genießen den Sonnenuntergang.
Eine wirklich schöne Reise, aber auch bestimmt anstrengend. Der Kessel ist sehr schön. Habt ihr immer einen Gruß aus Albanien.
Das stimmt. Und dieses Jahr nehmen wir lieber einen Kessel als Andenken mit, anstatt wie im letzten Jahr Corona… 🙂