Wie im vorangegangenen Bericht geschildert, ärgerte uns unser neuer Hosting-Anbieter „Strato“ massiv. Als ich den Text inkl. der dazugehörigen Bilder onlinestellen wollte, war unsere Login-Seite nicht erreichbar. Auch wenn der Blog selbst abrufbar war, konnten wir uns dennoch nicht anmelden, um Veränderungen vorzunehmen. Aber in der Fehlermeldung 503 „Service Unavailable“ hieß es, dass es sich vermutlich um vorübergehende Wartungsarbeiten handelte. Also warteten wir…

Und wir warteten weiter…

Als dann nach einiger Zeit noch immer nichts funktionierte, schrieben wir Strato an, um nach dem „Warum?!“ zu fragen. Dann begann das Warten von vorne.

Als nach einer längeren Zeit keine Resonanz kam, suchten wir eine weitere Mail-Adresse heraus und stellten die Frage erneut. Die Antwort war belustigend und nervig zugleich.

Man teilte uns mit, dass wir doch bitte nicht via Mail eine Anfrage an sie richten sollen, sondern nur über das Kundenportal, aus Datenschutzgründen. Außerdem sollen wir irgendeine Supportanfrage freigeben, wie das ginge erkläre man uns im Folgenden. Und dann kamen unzählige Schritte mit kryptischen Anweisungen.

Aber man könne auch in die Anleitung „Wie melde ich mich bei WordPress an“ gucken, vielleicht würde das helfen.

Dort stand dann allen Ernstes, man soll auf die Seite gehen und seine Login-Daten eingeben.

Ach so geht das?! Voll schlau und so…

Nein, im Ernst. Genervt antwortete ich, dass ich seit nunmehr vier Jahren mit WordPress arbeite und ich dann doch wisse, wie man sich einloggt und das ich ja gar nicht erst auf die Seite zum Einloggen gelangen kann, was ja, wie mittgeteilt, genau das Problem ist. Ich gab noch einen Service-Pin an, der mich als echt auswies und sagte, dass ich diese merkwürdige Support-Anweisung ignorieren werde und sie mir doch bitte trotzdem helfen sollen, da ich mit meinem Latein am Ende sei. Ich habe auch schon mehrere Endgeräte sowie unterschiedliche Browser ausprobiert, alles sei erfolglos gewesen.

Dann schrieb man mir, und nun haltet euch fest, dass es bei ihnen problemlos funktioniere und ich (Trommelwirbel!) doch mal andere Endgeräte oder unterschiedliche Browser ausprobieren solle.

Meine Schüler (d, m, w) würden sagen: WTF Diggy, willst du mich rollen?!

Ich würde sagen: Was ein Kackladen, dessen Mitarbeitenden es nicht einmal schaffen, eine Mail sinnentnehmend zu rezipieren. Und für die Linguisten (d, m, w) unter euch. Jup „sinnentnehmend rezipieren“ ist eine Tautologie.

Aber zurück zum Problem.

Juergen sagte dann das, was er als aller erstes sagte, als er vom Problem erfuhr: „Nimm doch mal die VPN App!“

Diese gaukelt dem PC vor, man sei nicht in Albanien, sondern in Deutschland. Ganz nützlich, wenn man in der ARD Mediathek Sendungen sehen will, die durch ein Geoblocking gesperrt sind.

Gesagt getan und zack, unsere Seite ist abrufbar. Da blockt Strato ernsthaft Albanien. Auf diese Idee wäre ich nicht gekommen, da die Seite in Montenegro ja funktionierte und ich somit dacht, dass ein Abrufen aus dem Ausland keine Schwierigkeiten machen würde. So kann man sich irren.

Der Strato-Support war 0,0 hilfreich, was ich ihnen auch auf meine gewohnt liebenswerte Art und Weise mitgeteilt habe.

Aber neben dem Internet-Nerv-Gedöns haben wir noch ein wenig den See und den Platz erkundet, einen sehr netten Plausch mit unseren neuen Nachbarn (ein Rentnerpärchen aus Stuttgart) gehalten und unsere neuste Errungenschaft ausprobiert. Denn nach dem Italo-Trauma aus dem letzten Jahr haben wir uns ein „Italiener-Abwehr-System besorgt, indem wir einen Sonnenschutz an unsere Markise anbringen können, die jeder italienischen Großfamilie signalisiert: Bis hierhin und nicht weiter! Und wenn ihr zu nahekommt, gibt’s was auf die Spaghetti!