Von Zagreb aus war der Weg nach Krk ein Klacks. Da wir ja eine längere Zeit auf dem Platz Valamar stehen wollten, planten wir die Route entlang eines Supermarktes, den wir bereits kannten. Der Markt namens Plondine war mit dem Womo gut zuerreichen, sauber und gut sortiert.
Leider wurden wir eines Besseren belehrt. Das Navi ärgerte uns mal wieder, so dass wir kreuz und quer durch die Gegend fuhren, über kleine Feldwege und durch Wohngebiete. Auf einer kleinen, engen, kurvenreichen Straße blinkte uns ein Auto auf. Wir wunderten uns kurz, aber fuhren weiter. Kurz darauf blinkte ein entgegenkommendes Auto erneut auf. Also fuhren wir rechts ran und konntrollierten alles. Wer weiß, was da schon wieder los ist. Aber da wir nichts entdeckten, fuhren wir weiter. Und in der nächsten Kurve stellten wir fest, warum wir so oft gewarnt wurden. Eine paar Kühe spazierten gemütlich über die Straße und begrüßten uns mit einem freundlichen „Muuuh!“ – daher also das wilde Geblinke. Die falsche Route führte uns durch ein Wohngebiet und entlang des Meeres, an einer touristisch noch recht unbefleckten, wunderschönen Region der Insel.
Pünktlich zu der Zeit als wir den Markt erreichten, fing es an zu Regnen. Im strömenden Regen watschelte ich also in den Markt, um für zwei Wochen einzukaufen. Leider war dieser alles andere als sauber und aufgeräumt. Verschimmeltes Gemüse, gammeliges Obst, alles durcheinander. Schade, dass der Markt sich in nichtmal einem Jahr so negativ entwickelte. Auf dem Weg zurück zum Womo, weiterhin im Regen, entdeckte ich zwei Aufkleber auf unserem Womo. Irgendein dummer Penner hat uns irgendeinen Ultra-Mist einer Eishokeymannschaft aufs Mobil geklebt. Dieser Dreck nimmer überall überhand! Unser Viertel, meine Schule, alles klebt voll mit Ultra-Rotze! Für die Entfernung sollte man die Vereine zur Kasse bitten, dann würde das ganz schnell aufhören!
Nachdem wir den Müll zumindest grob entfernt haben, gings im Regen weiter zum Platz Valamar. Dort angekommen musste ich feststellen, wie rutschig die Böden in der Rezeption sind, wenn sie feucht sind. Beim Verlassen der Rezeption bin ich dann auch ausgerutscht. Irgendwie sinnbildlich für den zweiten Aufenthalt des einst so schönen Platzes.
Bevor wir den Stellplatz anfuhren, haben wir erst das Womo nochmal geleert und betankt. Abwasser raus, aber kein Frischwasser rein, denn das haben wir ja auf dem Platz… oder doch nicht? Denn als wir bei D015, unserem „Premiumplatz“ ankamen, mussten wir enttäuscht feststellen, dass er zum einen nicht so groß ist, wie der Premiumplatz, den wir beim ersten Aufenthalten hatten. Daführ hatten wir eine umso größere Mauer zwischen Meer und Womo. Sprich: ein Platz mit Meer… äh Mauerblick. Außerdem befand sich der Strom- und Frischwasseranschluss auf dem benachbarten Platz. Es ist zwar üblich, dass sich zwei Plätze die Anschlüsse teilen, aber normalerweise befindet sich der Anschluss dann genau zwischen den beiden Plätzen, sodass jeder von seiner Seite aus dran kommt. Hier war das nicht der Fall. Ich musste über den Platz der Nachbarn, um zum Anschluss zu kommen und dann unser Kabel über die Hecke verlegen. Premium stellen wir uns anders vor.
Auch das Wetter blieb in der Enttäuschung treu: Es regnete und stürmte unentwegt. Das einzige was nach wie vor großartig war: Der Pizzadienst, den wir auch direkt bemühten.
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