18. Juli 2022 – Nach den vielen Hürden, die wir auf dem Weg in den Urlaub nehmen mussten, haben wir gar nicht mehr damit gerechnet, dass wir doch noch das Land verlassen können.
Zuerst musste das Womo in die Werkstatt, dann kam das Roaming-Problem, dann hatten wir eine Sicherheitsmeldung am PC, die uns mitteilte, dass einige unserer Passwörter gehacked wurden. Das führte dazu, dass wir alle wichtigen Passwörter ändern mussten, dabei haben wir unseren Onlinebanking-Zugang gesperrt. Also ab nach Potsdam, zur nächsten Filiale. Man hat ja sonst nix zu tun! Ach, und dann habe ich mir noch den kleinen Zeh so feste gestoßen, dass ich eine Platzwunde hatte. Da werde ich bald 34 und bekomme meine erste Platzwunde durch einen zu festen Stoß des kleinen Zehs an ein Sportgerät. Keine machomäßige Schlägerei, keine coolen Stunts für ein hippes TikTok Video, nö… Ich stoße mir den kleinen Zeh.
Gestern haben wir es aber dann doch geschafft. Kaum zu glauben, aber wahr: Wir sind bereits um 9 Uhr gestartet und nahezu durchgefahren, bis zum Balaton. Wir mussten nur einmal einen Tankstopp einlegen und haben eine kleine Frühstückspause gemacht. Nach einem Stau hinter Prag gings auch wieder genauso zügig weiter, wie zuvor. Die Verkehrslage war wirklich entspannt. Aber Entspannung hatten wir nach den letzten Tagen auch wirklich nötig!
Während ich diese Zeilen tippe, sitze ich mit meinem Lapi und einer Tasse Kaffee unmittelbar am Balaton. Blicke aus dem Fenster, auf das im Sonnenlicht glitzernde Wasser, sehe eine Entenfamilie in den leichten Wellen treiben, einen Schwan, der sich das Gefieder putzt, einen weiterer Schwan, der seinen Nachwuchs durchs Wasser führt, wobei ein kleines Schwänchen forsch die Führung übernehmen wollte. Eine Frau rudert in einem Gummiboot entlang und drei Surfer starten mit ihrer Tour. Was will man mehr? Der Urlaub kann starten!
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