Die Letzte Etappe war dann gar nicht mehr so wild, außer, dass der Schneefall nicht aufhören wollte. Aber teilweise fuhren wir mit 30km/h hinter Räumfahrzeugen hinterher, was dazu führte, dass wir zwar sicherer, aber auch langsamer vorankamen. Dass wir erneut eine Grenze überquerten merkte man fast nur an den unzähligen SMS die uns über den neuen Netzanbieter und deren Konditionen informierten. Andere wollen Teil Europas sein, Deutschland hingegen will sich immer weiter abgrenzen. Eine schreckliche Entwicklung.
In Kroatien steuerten wir eine kleine Hafenstadt namens Rijeka an, um nochmal fix ein paar Sachen einzukaufen, aber der winzige Parkplatz bot unserem Schiff dann doch keinen sicheren Hafen, also am großen Hafen vorbei, weiter nach Krk, wo wir einkauftechnisch fündig wurden. Weiter gings zum Campingplatz „Ježevac Premium Camping Resort by Valamar“ und oh mein Gott, ist der riesig. Im Winter ist nur ein kleiner Teil „offen“. Ein Waschhaus, dass Restaurant und die Rezeption sind geöffnet. Rund ums Waschhaus stehen die Gäste. Alle anderen Waschräume, der Supermarkt und andere Räumlichkeiten sind verschlossen. Aber im Sommer ist hier sicher die Hölle los! Unser „Luxusplatz“ ist fantastisch. Direkt am Meer, mit eigener ummauerter Terrasse. Wunderschön!
Wir parkten so, dass wir vom Tisch aus das Meer sehen können und das wir, sollten wir die Markise öffnen, am Meer sitzen können. Wobei der hiesige Wind es aktuell definitiv nicht zulässt, die Markise auszufahren. Nachdem wir alles aufgebaut und hergerichtet hatten, der Strom angeschlossen und das Gas aufgedreht war, wollte ich Wasser auffüllen. Daaadummmm… Der blöde Wasserhahn ist einfach so weit weg, dass unser ohnehin schon super langer Wasserschlauch zu kurz war. Weder ums Womo drum herum, noch quer durchs Fahrerhaus klappte es. Also Fenster auf, übers Bett am Eingang raus und perfekt, es reicht gerade so. Aber wer jetzt glaubt, dass das Wasserproblem damit gelöst sei, irrt! Denn keiner unserer Anschlüsse passt, weitere Adapter haben wir verlegt. Ärgerlich, auch wenn sie sowieso nicht gepasst hätten. Also war all der ärger umsonst, Wasser gabs keines. Entsprechend bauten wir die Wasserpipeline wieder ab, suchten die Kanister raus und ich rannte vier Mal hin und her, um wenigstens ein bisschen Wasser im Tank zu haben.
Froh, endlich im Urlaub angekommen zu sein, hüpfte ich ins Womo, schaltete die Pumpe an und lies das Wasser laufen, um die Leitungen zu füllen, wunderte mich aber, dass kein Druck drauf war. Wir befürchteten schon, dass die Pumpe defekt sei, aber Juergen kam dann die rettende Idee. Grinsend säuselte er: „Sag mal, hast du das Ventil eigentlich wieder geschlossen?“ – Nein, hatte ich nicht! Das halbe Wasser, dass ich händig einfüllte, war bereits wieder vom Frostschutzprogramm aus dem Womo gepumpt worden. Ich also: Ventil umgelegt, Jacke und Schuhe angezogen und erneut raus, um Wasser zu schleppen.
Wasser wird wohl das Thema der Tour, denn bezüglich des feuchten Nass wird’s noch weitergehen.
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