Am 24. Dezember waren wir recht früh auf den Beinen, bauten das Bett ab und fingen sofort mit Räumen an. Alkoven ausmisten, Sachen, die wir nach dem Sommerurlaub besorgten, sortierten wir an die richtigen Stellen. Wir suchten weiter nach verschollenen Dingen (Wasseranschluss und Kabel fürs Radio), Fanden Verschollenes, dessen Suche wir schon aufgeben wollten (Werkzeug) und und und.
Außerdem füllte ich (Trommelwirbel) einige Kanister Wasser in den Tank und installierte eine Gasflaschenwage, die uns via App über den Füllstand unserer Gasflaschen informiert. Super Sache, da man so unbesorgter unterwegs ist und rechtzeitig nach Ersatz Ausschau halten kann.
Wir waren bis zum frühen Abend beschäftigt und stellten dann fest, dass wir ja mal Frühstücken könnten. Nach kleinem Snack und kurzem Pausieren setzten wir uns an die winzige Weihnachtsstimmung auf unserer Weihnachtsmuffeltour. Juergen dekorierte einen Adventskranz, ich habe lediglich eine Kerze befestigt. Auf dem Bild könnt ihr sicherlich erkennen, welche die meinige war. Hust… Das erklärt auch, warum ich beim restlichen Dekorieren nur Zuschauer war. Anschließenden deckten wir den Tisch und bereiteten ein Käsefondue zu. Alles was dafür notwendig ist, haben wir an Bord, da wir von Kroatien aus direkt nach Brandenburg an der Havel fahren, um dort Silvester bei eben diesem Käsefondue zu verbringen.
Mehr Weihnachtsstimmung wirds nicht geben.
Am 25. Dezember entschieden wir uns für einen recht faulen Tag. Einfach mal nichts tun, außer… Richtig! Wasser auffüllen. Ihr wundert euch vielleicht, warum ich das ständig mache, aber wenn wir am Samstag die Heimreise antreten, sollte der Wassertank voll sein und ich habe keine Lust hundertdreißig Liter Wasser mit einem zehn Liter umfassenden Kanister an einem Tag zu befüllen.
Während ich Kanister schleppte, entdeckte Juergen ein hiesiges Angebot: Ein Bringdienst, der Einkäufe liefert, inkl. Camping-Zubehör. Ob die auch Wasser liefert?
Abschließen möchte ich den Eintrag mit einem feuchtfröhlichem Ereignis des heutigen Morgens: Ich stapfte zum Duschhaus, warm angezogen mit Winterjacke, da es stürmt. So beladen und bepackt war ich noch nie auf einem Campingplatz duschen. Aber das ist hier kein Problem, denn die Duschkabinen sind riesig, mit jede Menge Ablageflächen, Sitzbänken und (fast) allem, was das Herz begehrt. Ich also rein und alles drapiert, um duschen zu können, ohne das was nass wird, um dann feststellen zu müssen, dass das Warmwasser nur tröpfchenweise aus dem Duschkopf kam. Da ich aber ein waschechter Warmduscher bin, war Duschen gar nicht so einfach. Als ich dann aber erfolgreich den Duschvorgang abschließen konnte, stellte ich fest, dass ich zwar bepackt wie nie zuvor zur Dusche marschierte, aber doch was essentielles im Womo vergessen haben: Das Handtuch.
Na, da bietet dieser Platz so viel, aber Handtücher nicht. Das hätte ich jetzt mal wirklich gebrauchen können. Wasser ist also nach wie vor ein leidiges Thema für mich. Mittlerweile bin ich aber wieder trocken, so trocken wie mein Handtuch, das noch im Wohnmobil hing.
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